Auf der Brücke

 


 

Ich  steh' auf einer Brücke,

der Brücke zwischen Häusern.

 

Die Brücke, die vebindet

die Häuser miteinander.

 

Ich stehe auf der Brücke

und schaue auf die Häuser.

 

Von einem Haus aus könnt' ich

das andere Haus kaum seh'n.

 

Doch steh' ich ja dazwischen,

steh' zwischen Haus und Haus.

 

Und von der Brücke kann ich

sie beide sehr gut seh'n,

 

kann seh'n, die Häuser sind

ja beide wunderschön - 

 

vom letzten Licht des Tages

so wunderbar beschienen.

 

Aus einem Haus heraus

könnt ich das gar nicht sehen.

 

Doch steh' ich ja dazwischen,

steh' zwischen Haus und Haus,

 

und von der Brücke kann ich

sie beide sehr gut seh'n.




 

Steh' zwischen dir und Anderen!

Sieh nicht aus dir heraus!

 

Du kannst von dir aus nicht

dich und den Anderen seh'n.

 

Drum stell dich auf die Brücke,

die Brücke, die verbindet!

 

Von hier aus kannst du dich

und auch die Anderen seh'n -

 

nicht mehr getrennt, allein;

gemeinsam und zusammen.

 

 

 

 

Kommentar:

 

Das Bild, das ich von dir hab' , ich von mir hab',

das Bild, das du von dir hast, du von mir hast,

die Bilder, die wir von uns malen, sind nicht wirklich.

All diese Bilder sind nicht wirklich wahr.

All diese Bilder sind nicht wirklich wir.

Das, was wir wirklich sind, ist das,

was uns verbindet, uns gemeinsam ist.

Das, was wir wirklich sind,

liegt zwischen mir und dir.

 

 

 

 

 

 

Publiziert am: Dienstag, 10. Februar 2026 (26 mal gelesen)
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