Schon fertig
Was fertig ist, ist fertig.
Es gibt nichts mehr zu tun.
Ich kann nun ganz gelassen
in der Vollendung ruh'n.
Das, was schon fertig ist,
kann ich nicht fertig machen.
Ein Feuer, das schon brennt,
kann ich nicht neu entfachen.
Das, was noch un-heil ist,
mit Mangel und mit Mängeln,
noch nicht im Himmel lebt,
bei Gott und seinen Engeln,
kann ja noch weiter wachsen,
herauf zum hellen Licht,
kann ja noch höher streben.
Verloren ist es nicht.
Auch, was nicht fertig ist,
wird einmal fertig sein -
im Lebensstrom geläutert,
nun makellos und rein.
In Gottes gnäd'ger Hand
ist es schon jetzt geborgen.
Und über seine Zukunft
mach ich mir keine Sorgen.
Der VATER lenkt all-weise
es auf dem Weg, zurück
in seine ew'ge Heimat,
zu Frieden und zum Glück.
Das, was die Allmacht will,
wird sicher auch gescheh'n.
Es sind schon längst gegangen
die Wege, die wir geh'n.
Daher wird alles einmal
in seiner Fülle weilen.
Um es dahin zu bringen,
muss ich mich nicht beeilen.
Ich muss nicht rastlos hetzen,
nicht rasend vorwärts jagen,
kann doch den Weg genießen -
von Zuversicht getragen.
Das, was sich wandelnd wandert
durch Liebe, Lust und Leid,
es strebt auf allen Wegen
bis zur Vollkommenheit.
Denn alles sucht sein Ganz-Sein,
hat dafür alle Zeit.
Es mündet alles Werden
im Sein der Ewigkeit.
Dort wartet schon der VATER,
und hält für uns bereit
das Erbe, das uns zusteht,
unendlich tief und weit.
Kommentar:
"Ein Kurs in Wundern" charakterisiert in der Einleitung das Lernprogramm, das die Kinder Gottes zurück zum Vater lenkt und leitet, folgendermaßen:
"Es ist ein Pflichtkurs. Nur die Zeit, in der du ihn machst, steht dir frei.
Freier Wille bedeutet nicht, dass du den Lehrplan bestimmen kannst.
Er bedeutet nur, dass du wählen kannst, was du zu einer gegebenen Zeit lernen willst."
Publiziert am: Montag, 12. Januar 2026 (73 mal gelesen)
Copyright © by Rudolfo Kithera
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