Aufbruch




 

Aufbruchswille – doch wohin?

kein neues Land in Sicht.

Was vor mir liegt, ist schon bekannt,

braucht den Erkunder nicht.

 

 

Wo ist der Berg, noch unerklommen

durch Wolkenschleier gut versteckt?

Wo ist das Wrack, im Sturm gesunken,

von Tauchern bisher nicht entdeckt?

 


Den Hof der Väter hab’ ich aufgegeben.

Ich wollte dort nicht sicher weiterleben.

Das mir so lang Vertraute war ich satt.

Viel wagt nur der, der keine Heimat hat.

 

 

Es muss doch irgendwo noch Neues geben,

noch unbetreten, ungesehen, unberührt.

Kann ich denn nirgendwo als Abenteurer leben,

den Weg geh'n, der ins Ungewisse führt.

 

 

Kann ich nicht doch noch einen Berg 

als erster kühn besteigen,

durch Wälder schweifen, menschenleer 

die tiefe Stille schweigen.

 

 

Ich hoffe stark, glaub auch daran:

Ich werde etwas finden.

Es würde sonst mein Leben in

den Trott des Alltags münden.

 

 

 

 

 







 

Publiziert am: Donnerstag, 05. März 2020 (1340 mal gelesen)
Copyright © by Rudolfo Kithera

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