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Paradies ohne Schlangen

(Licht ohne Schatten)

 

Im Paradies, bekannt als La Gomera,

nach einem wundervollen, mängelfreien Tag,

krächst nachts im Traum grellgelb ein Papagei:

„Pass lieber auf! Hier gibt´s auch eine Schlange.

Und das, was glänzt, das ist nicht immer Gold.

Und mancher Apfel ist vielleicht vergiftet.“

 

Erschreckt wache ich auf,

finde nur langsam in die Wirklichkeit zurück -

die einfach ist: Hier gibt es keine Schlangen;

auch keine Äpfel, die durch Gift gefährden;

Hier gibt es auch kein falsches Gold,

das mich durch Glanz täuscht und betrügt.

Das alles gibt es nur in meinem Traum,

nur von mir selbst und für mich selbst geschaffen.

 

Ich werde irgendwann für alle Zeit erwachen

aus dumpfen Schlaf und angsterfülltem Traum,

der Dunkelheit der Nacht zum klaren, hellen Tag,

an dem ewig die Sonne friedvoll ruhend strahlt.

Dann werde ich für immer ohne Zweifel wissen:

die Wirklichkeit ist Licht,

dem nichts entgegensteht.

Die Wirklichkeit ist Licht

ganz frei von Schatten.

 



 

Kommentar:

 

Nicht das Licht erschafft den Schatten.

Das, was sich dem Licht entgegenstellt,

was das Licht behindert,

was dem Licht entgegensteht -

ein Gegenstand –,

das erschafft den Schatten.

 

„Da, wo viel Licht ist, ist viel Schatten“,

ist Unsinn, stimmt nicht, ist nicht wahr.

Nur da, wo viel das Licht behindert,

ist viel Schatten.

 

Schatten ist nicht das Gegenteil von Licht.

Auch im Schatten ist noch Licht -

nur weniger.

 

Erleuchtung heißt:

Von Licht erfüllt sein,

so ausgefüllt von Licht,

dass kein Platz bleibt für die Dunkelheit.
 

Erleuchtung heißt:

Wirklich das Licht seh´n,

das Licht seh´n, wie es wirklich ist.

Sehen: „Nur das Licht ist wirklich.

Das, was sich ihm entgegenstellt,

anscheinend ihm entgegensteht,

anscheinend den Schatten wirft,

ist nur täuschende Erscheinung,

ist nicht wirklich, ist nur scheinbar.
 

Das Licht ist all-durchdringend, all-umfassend.

Es gibt keinen Teil, der sich ihm entgegensetzt.

Es hat kein Gegen-teil,

steht nicht im Gegensatz,

so wie das Leben, wie die Liebe,

so wie Gott.




 

„Ich wurde vom Zwitschern eines Vogels draußen vor dem Fenster geweckt. Nie zuvor hatte ich einen solchen Klang gehört. Meine Augen waren immer noch geschlossen, und ich sah das Bild eines kostbaren Diamanten. Ja, wenn ein Diamant ein Geräusch machen könnte, dann würde sich das so anhören. Ich öffnete meine Augen. Das erste Licht der Morgendämmerung sickerte durch die Vorhänge. Ohne jeden Gedanken wusste ich, fühlte ich, dass es über das Licht viel mehr zu erfahren gibt, als wir ahnen. Diese weiche Helligkeit, die durch die Vorhänge sickerte, war Liebe selbst. Tränen stiegen mir in die Augen. Ich stand auf und ging im Zimmer umher. Ich erkannte das Zimmer, und doch wusste ich, dass ich es nie zuvor wirklich gesehen hatte. Alles war frisch und unberührt, als ob es gerade erst entstanden wäre. Ich nahm einige Dinge in die Hand, einen Bleistift, eine leere Flasche, voll Wunder über die Schönheit und Lebendigkeit von allem.

An diesem Tag ging ich in der Stadt umher, voller Staunen über das Wunder des Lebens auf der Erde, so als wäre ich gerade erst in diese Welt hineingeboren worden.“ (Eckhart Tolle, Jetzt)






Der Kurs zielt nicht darauf ab, die Bedeutung der Liebe zu lehren, denn das ist jenseits dessen, was gelehrt werden kann. Er zielt vielmehr darauf ab, die Blockaden zu entfernen, die dich daran hindern, dir der Gegenwart der Liebe, die dein angestammtes Erbe ist, bewusst zu sein. Das Gegenteil von Liebe ist Angst, doch was allumfassend ist, kann kein Gegenteil haben.

 

Dieser Kurs kann daher ganz einfach so zusamengefasst werden:

 

Nichts Wirkliches kann bedroht werden.

Nichts Unwirkliches existiert.

 

Hierin liegt der Frieden Gottes.

 

(Ein Kurs in Wundern, Einleitung)




 

Publiziert am: Donnerstag, 05. März 2020 (112 mal gelesen)
Copyright © by Rudolfo Kithera

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