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Was ich gar nicht getan habe

 

Macht-los ist schuld-los

 

Macht-los zu sein hat einen Vorteil:

Da, wo du macht-los bist, bist du auch schuld-los.

 

Fühle dich nicht ver-antwortlich für das,

was außerhalb von deinen Grenzen liegt!

Du hast dort keinen Einfluss, hast dort nichts zu sagen.

Wo du nichts sagen kannst, hast du auch keine Schuld.

 

Du kannst doch gar nicht eine Antwort geben,

wenn g´rad’ ein Anderer, der was sagen will, der was zu sagen hat,

der sich und was er sagen will, für wichtig hält,

das Wort ergreift, das Sprechen an sich reißt,

so dass er dir gar keinen Raum lässt, dir kein Raum bleibt,

selber zu Wort zu kommen, auch etwas zu sagen.
 

Wenn du ein Kapitän bist, stolzer Besitzer deines eigenen Schiffs,

der einen lohnenswerten Auftrag übernommen hat,

wertvolle Waren, eine teure Fracht,

sicher und schnell über den Ozean zu bringen,

vom Süden Spaniens auf die Insel Kuba,

in einem Zeitraum, der vertraglich festgelegt,

liegt es in deiner eigenen Macht,

das Schiff gründlich zu warten und genau zu prüfen,

ob es auch tauglich ist für diese weite Fahrt.

Es liegt in deiner eigenen Macht,

dir einen tüchtigen Steuermann zu suchen,

einen erfahrenen Mann, der mit dem Meer vertraut,

und eine Mannschaft, der du blind vertrauen kannst.

Es liegt in deiner eigenen Macht,

sorgsam die Seekarten zu lesen,

wachsam auf Wind und Wellengang zu achten,

die Segel klug zu hissen und zu reffen,

genau den Kurs zu halten nach dem Stand der Sterne.

Das alles kannst - und solltest - du auch tun.

 

Doch wenn nicht absehbar plötzlich ein Sturm aufkommt,

der dich vor Tene-riff-a auf ein spitzes Riff wirft,

dann spricht lautstark nur noch der wilde Sturm,

der deine Stimme wütend übertönt.

Dein Reden ist dann macht-los, ohn-mächtig dein Handeln.

Der Sturm, der gegen deinen Willen kommt, weil er es will,

verhindert dann, ein klares Macht-Wort sprechend,

dem du mit deiner Macht nicht wider-sprechen kannst,

dass du, so wie mit anderen besprochen, ihnen versprochen,

auf deinem Schiff zur rechten Zeit nach Kuba kommst.


Mache dich nicht versantewortlich dafür, dass ein Sturm dein Schiff bei Teneriffa auf ein Riff geworfen hat1 Nicht du hast es auf das Riff gesteuert.

 

Und lass dich auch von Anderen nicht verantwortlich machen für etwas, was du gsr nicht getan hast, was du gar nicht tun konntest.




 

Publiziert am: Freitag, 02. Dezember 2016 (148 mal gelesen)
Copyright © by Rudolfo Kithera

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